Die Schwere der Leichtigkeit. Wie wir uns die Zeit erfanden…

(2014) Frohe Weihnachten! …anbei eine Kurzgeschichte von mir über die Schnelllebigkeit in unserer heutigen Gesellschaft, Hektik und Stress, Spaß an der Freude, die Angst vorm Scheitern und über das große Gefühl zum Leben!
Viel Spaß beim Lesen ♥

Umso erwachsener ich werde umso mehr habe ich das Gefühl zu vergessen was es heißt ein glückliches, genussvolles Leben zu führen. Als Kind bleibt einem noch all die Hektik der Gesellschaft erspart. Man läuft frei und munter durch die Gegend, mit einem tief freudigen Lachen, das absolut ehrlich ist. Ein Lachen das voller Liebe zum Leben steckt und das sich mit jeder neuen Entdeckung immer mehr häuft. Freudig strampelt man sich durch die seichten
Grashalme im Garten der Eltern und lässt sich die Sonne friedlich auf die Nasenspitze scheinen. Bei dieser Erinnerung erfüllt mich ein wohliges Kribbeln, das sich durch meinen ganzen Körper zieht und ich fange an fröhlich mit den Füßen zu wackeln, weil es mich so unglaublich freut.
Damals fand man sich an Orten wieder, die plötzlich voller Phantasie erstrahlten, an plätschernden Bächen und in Wäldern zwischen dichtgeschmücktem Nebelgras und lauter Zwillingsbirken und spann sich die abenteuerlichsten Geschichten zusammen. Es wurden Hütten aus umherliegenden Stöcken gebaut und zum beisammen sein traf man sich unter trillerndem Pfeifen und tobendem Laub auf der nächsten Lichtung. Kindliche Leichtigkeit.

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Zucker

Wir denken zu wissen was gut für uns ist. Wir wollen was gut für uns ist. Wir lassen uns einreden was gut für uns ist. Wir fühlen was gut für uns ist und lassen es fallen wenn es sich nicht mehr gut anfühlt.

Wir sind Suchende nach uns Selbst. Begegnen einander und geben uns frei…

C’est la vie and take it easy…

Eine Geschichte über die Suche nach uns selbst.

Zucker

Ein süßer Duft zog sich wie eine schlängelnde Wolke durch den Raum, sog sich in mir fest ohne zu Fragen, ließ mich wehrlos fühlen, doch war ich es erst als ich mich ihr ergab. Ich sitze manchmal Stundenlang am Fenster, in einem kastanienbraunen alten Sessel aus Leder. Mein Blick richtet sich auf einen offenen Innenhof. Noch sind die Bäume ohne Blätter, der Wind streift durch die raschelnden Äste und weht mir seicht in mein Gesicht. Es eröffnen sich Sichten durch Fenster in andere Wohnungen, hin zu Menschen dessen Leben ich nicht kenne. Oft bricht sich das Sonnenlicht so stark in den Fenstern, dass ich kaum Menschen erkennen kann. Weiche Schatten bewegen sich, Lichter gehen an und aus. Ein Hauch von Leben. Mit einem Blick auf meine Zimmerwände, verspüre ich einen Anflug von Trägheit, fehlender Motivation.

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One Trip to: WEST:BERLIN Eine Insel auf der Suche nach Festland

Berlin hat seine ganz persönliche Geschichte. Wir sind Berlin. Wir sind es die den Wandel der Stadt beeinflussen und die Vielfalt in ihrer Blüte aufleben lassen. Berlin ist bekannt für sein offenes Wesen und die Liebe zum Wandel, nicht nur heute sondern schon seit es Geschichte schreiben kann. Zwischen West- und Ostberlin ging vor 25 Jahren die Mauer zu Fall und somit ging auch die Ära der Zeit für West-Berlin als Inseldasein vorüber.

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